Die Wettiner erhalten im Jahre 1425 die Kurwürde
Vorwort
Diese Regionalia stellt einen Versuch dar, über 700 Jahre die Geschichte von Chemnitz im Zusammenhang darzustellen. Grundlage dafür waren 38 Artikel, die der Autor in den letzten Jahren in der "Freien Presse" - Saxonia - veröffentlichen konnte. Nach Auswertung ausgewählter Quellen zur Geschichte von Chemnitz und seiner näheren Umgebung durfte die Darstellung historischer Ereignisse nicht nur auf den Ort beschränkt werden. Dadurch konnte der Autor Zusammenhänge herstellen und waren Wertungen möglich. Durch die Beschreibung der Lebensweise und des Arbeitsalltages unserer Vorfahren ist heute ein besseres Verständnis für den damals schwierigen Alltag der einfachen Menschen möglich.
Natürlich mußte die Geschichte des Deutschen Kaiserreiches mit berücksichtigt werden, während Chemnitz eine Reichsstadt war. Als die Wettiner Chemnitz erwarben, war die Stadt aufs Engste mit allen Höhen und Tiefen der Geschichte Sachsens auf Jahrhunderte verbunden und manchmal auch ausgeliefert. So sind viele Ereignisse, die Chemnitz betrafen, nur im Zusammenhang mit der sächsischen Geschichte verständlich.
Da bisher auf diesem Gebiet kaum etwas veröffentlicht wurde, hat der Autor auch auf die Militärgeschichte Sachsens, von Chemnitz und die der Chemnitzer Garnisonen Wert gelegt.
Angesichts der ungeheueren Fülle von historischen Quellen über die Stadt, konnte der Autor natürlich nur einige Bereiche der Geschichte von Chemnitz darstellen. Viele historische Prozesse, Fakten und Details dürfte der Leser folglich vermissen.
Vor über tausend Jahren bedeckte ein riesiger Urwald unsere Heimat. Er wurde Miriquidi (schwarzer Wald) genannt. Dieser Urwald dehnte sich vom Erzgebirge über das Mulde - Chemnitz - Dreieck bis weit ins Rochlitzer und Altenburger Land aus. Nur wenige Pfade führten durch diesen unwirtlichen Wald, der nahezu unbesiedelt war. Diese erhielten im 12.Jahrhundert ihre urkundlicher Erwähnung als "Böhmische Steigen" (semita bohemica). Sie wurden bereits im 10.Jahrhundert begangen und verliefen vom Elster-Pleiße-Gebiet zwischen Leipzig und Altenburg in südöstlicher Richtung. Die Sorben füllten als Bauern die mit fruchtbarem Lößboden bedeckten Offenlandschaften aus, die oftmals eine inselartige Lage im Waldland hatten, wie in der Rochlitzer Gegend.
Im 10.Jahrhundert erstarkte in Deutschland das Königtum. Einer der mächtigsten Herzöge wurde König, der sich auf sein Stammland und die Ritterschaft stützen konnte, um in den Auseinandersetzungen mit den anderen mächtigen Feudalherren bestehen zu können. 919 wählte der deutsche Feudaladel den Herzog von Sachsen, Heinrich den Vogel-steller, zum deutschen König. Er machte als Heinrich I. (919-936) deutsche Geschichte und dehnte sein Herrschaftsgebiet nach Westen und Osten aus. Seine Heere griffen im Jahre 929 die an der Elbe lebenden Westslawen an. Ihr Widerstand war schnell gebrochen und das ganze Slawenland bis zur Oder und Neiße besetzt. Die Sorben arrangierten sich mit den Eroberern. Sie blieben deshalb im Lande - bis heute - in der Lausitz.
Nach dem Schwert folgte das Buch, d.h. die teilweise gewaltsame Christianisierung der Sorben. Zu diesem Zweck wurden bereits 968 drei Bistümer gegründet: Meißen, Merseburg und Zeitz/Naumburg.
Heinrich I. ließ den dichten Wald an einem Felsvorsprung im Elbtal roden und errichtete dort die deutsche Burg Meißen mitten im Sorbenland. Damit wurde der Grundstein für die künftige meißnisch-sächsische Landesgeschichte gelegt. Der König ernannte seinen Statthalter im Grenzgebiet, den Markgraf. Damit war die Mark Meißen im Jahre 945 gegründet worden. Markgrafen saßen um 968 auch in Zeitz und Merseburg, aber nur Meißen wurde zum bleibenden Mittelpunkt einer Markgrafschaft. Meißen war Reichsburg, wo dem Bischof Wohnung und Unterhalt gewährt wurde. Das Bistum Meißen war das größte von den drei Bistümern. Es reichte von der Mulde bis an die Oder bei Fürstenberg, vom Erzgebirge bis in den Raum südlich von Berlin. 1056 wurde ein fränkischer Herzog König von Deutschland. Dieser hatte auch als Kaiser Heinrich IV. zeitlebens Auseinandersetzungen, die zur Schwächung seiner Macht führten. Kaiser Heinrich IV. setzte am 1.2. 1089 den Markgraf von Meißen ab und verhängte über ihn die Acht. Der Kaiser sah sich nun nach einem treuen Vasallen um. Seine Wahl fiel noch im gleichen Jahr 1089 auf Heinrich I., genannt von Eilenburg, aus dem Hause Wettin, der damals die Markgrafschaft Niederlausitz verwaltete. Damit begann die 823-jährige Herrschaft der Wettiner über Thüringen, Sachsen-Anhalt und besonders Sachsen in unmittelbarer Reihenfolge. Die Wettiner waren ein schon im 10.Jahrhundert bekanntes sächsisches Adelsgeschlecht, das sich nach der Burg Wettin (bei Halle/Saale) benannte. Konrad der Große (1124-1157) war der eigentliche Begründer der wettinischen Macht. Er gliederte seiner Markgrafschaft 1136 die Lausitz und 1144 das Milzenerland ein. Damit hatte er seinen Besitz nach außen völlig gesichert. Als Konrad der Große sich am 30.11. 1156 in ein Kloster bei Halle zurückzog, hatte er in einem feierlichem Staatsakt die Erbfolge seiner fünf Söhne geregelt, ohne die Zustimmung des noch sehr jungen Kaisers Friedrich I. Barbarossa einzuholen. Die Reichslehen fielen an die beiden älteren Söhne. Der älteste Sohn Konrads,
Otto der Reiche (1156-1190), erhielt die Mark Meißen. Als Förderer und Nutznießer des Silberbergbaus war er darauf bedacht, daß möglichst viele Arbeitskräfte ins Land kämen. So unterstützte er die sich immer mehr verstärkende Siedlungsbewegung. Konrads zweitältester Sohn Dietrich erhielt die Ostmark mit der Niederlausitz. Konrads dritter Sohn, Dedo V., bekam die Grafschaft Groitzsch und das Land Rochlitz. Der Stauferkönig Konrad III. hatte die provincia Rochelez 1143 Markgraf Konrad von Wettin geschenkt, während Groitzsch eine Reichsburg war. Im gleichen Jahre 1143 bestätigte Kaiser Konrad III. urkundlich das von Kaiser Lothar von Supplinburg 1136 gestiftete Benediktinerkloster St.Marien auf dem Berge.
Zur Sicherung ihrer eroberten Gebiete sahen es die weltlichen Feudalherren auch als notwendig an, die geistige Beeinflussung nicht nur der eingewanderten Franken, sondern vor allem die Bekehrung der Reste der heidnischen slawischen Bevölkerung vorzunehmen. Daher geschah schon frühzeitig die Gründung von drei Klöstern: des Bergklosters zu Kameniz/Chemnitz (1136) durch Kaiser Lothar, des Benediktiner-Nonnenklosters zu Remse an der Mulde (1143) durch Kaiser Konrad III. und zuletzt die Erbauung des Augustiner Chorherrenklosters zu Zschillen, später Wechselburg (1172) durch Markgraf Dedo von Wettin. Das Bergkloster zu Kameniz und das Kloster, das Graf Dedo in Zschillen bauen ließ, waren Ausgangspunkte für die Besiedlung unserer Region.
Die Klosterbrüder, die seit 1136 das Bergkloster zu Kameniz aufbauten, kamen mit ihrem Abt vom Kloster Pegau, das bereits seit 1096 bestand. Es war als erstes Kloster östlich der Saale von Wiprecht I. von Groitzsch gegründet worden. Dieser Fehderitter und treuer Mitstreiter des zeitlebens bedrängten Kaisers Heinrich IV. machte die Burg und das Kloster Pegau zu Zentren der Christianisierung der in der Gegend wohnenden Sorben und der Besiedlung durch deutsche Bauern, die vorwiegend aus Franken stammten. Ihre Erfahrungen im Umgang mit Sorben und Einwanderern befähigten die Pegauer Mönche zum Aufbau des Bergklosters. Nicht nur von Pegau und Groitzsch bestanden Beziehungen zum Kloster, sondern auch zu Rochlitz, denn die Burgen Groitzsch und Rochlitz gehörten in der zweiten Hälfte des 12.Jahrhunderts Graf Dedo von Wettin, der diese Ländereien nach dem Erlöschen des Geschlechtes der Wipertiner erbte. Bereits vor 1143 gab es Wolfsjäger aus der Rochlitzer Gegend, die in den Wäldern des Chemnitztales eingesetzt waren. Diese sind im 14.Jahrhundert urkundlich belegt. Bauern aus Altendorf und Altchemnitz wurden darin als Wolfsjäger bezeichnet. Sie unterstanden aber dem Amt Rochlitz und mußten auch dorthin Fleisch abliefern.
Das Benediktinerkloster erhielt mit seiner Bestätigung 1143 auch das Marktrecht von König Konrad III. verliehen. In der Urkunde wird erstmals ein "locus Kameniz dictus", d.h. der Ort an der Kameniz (Chemnitz) genannt. Der reichsoffene königliche Markt befand sich möglicherweise unterhalb des Kapellenberges innerhalb des zwei Meilen-Territoriums des Klosters. Alle Einwohner dieser ersten Siedlung waren im Reich von Zöllen befreit. Mit diesem Marktprivileg wurde gezielt im Rahmen des Ausbaus des Reichsterritoriums Pleißenland auf eine spätere Stadtgründung orientiert.
Eine Herrschaft über Grund und Boden hatte nur Sinn, wenn sie Erträge abwarf, wenn der Boden bebaut und genutzt wurde, wenn Menschen darauf wohnten und arbeiteten. Erst die bäuerliche Arbeit gab ihm seinen Wert. Um 1100 wohnten ca. 40.000 Sorben in den Offenlandschaften der Mark. Diese Anzahl reichte aber nicht aus, um das Land nachhaltig zu kultivieren. Die Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden und die Erschließung neuer Ackerflächen machte deshalb nur geringe Fortschritte. Erst als seit dem Anfang des 12.Jahrhunderts Bauern aus Franken, Thüringen, Flandern und den Niederlanden einwanderten, verbesserte sich die Lage in der Landwirtschaft.
Auch Konrad dem Großen fehlten zahlreiche und tüchtige Arbeitskräfte als Untertanen. Er hielt nach Kolonisten Ausschau. Diese fand er im Westen, im Rheinland. Hier war die Unterdrückung besonders stark, auch führten die zahllosen Fehden der kleineren Feudalherren zum Ruin vieler Dörfer. Im Osten konnten sie neues Land und dazu noch die Freiheit gewinnen. Das war der Antrieb für mehrere Hunderttausend deutscher Bauern, Handwerker und Händler, ihre Heimat zu verlassen, "um ein besseres Los im Slawenlande" zu finden. Man schätzt, daß zwischen 1150 und 1250 mindestens 200.000 bis 320.000 Menschen mit Kind und Kegel nach dem wilden Osten zogen. Die meisten Kolonisten stammten aus dem Rheinland. Im Rhein-Sieg-Dreieck liegende Ortschaften haben teilweise die gleichen Namen, wie Orte unserer Heimat: Oberpleiß am Pleißbach (vgl. Pleißa), Wolkenburg, Limbach, Adorf, Fronsdorf (vgl. Oberfrohna ), Heide (vgl. Herrenhaide), Brand ( vgl. Reichenbrand ) u.a. Meist kamen ganze Sippen in unser Gebiet, die hier in Familien im Dorfbezirk zusammenblieben. Sie erhielten eine Hufe zugewiesen (12,18,24,30 oder 42 Acker groß). Ein sächsischer Acker umfaßte 5.534 Ouadratmeter.
Der Abt des Bergklosters beauftragte mindestens einen Lokator (lat. Verpachter) mit der Urbarmachung des Landes. Dieser organisierte die Ansiedlung und Rodung. Dafür erhielt er u.a. 2 Hufen mit der Schank- und Schlachtgerechtigkeit seines Hofes (daher Erblehengericht, slawisch Kretscham, d.h. Wirtshaus). Der Lokator war der Dorfälteste, Inhaber der niederen Gerichtsbarkeit und leitete die Ortspolizei. Nach Ablauf einiger Freijahre mußten die siedelnden Bauern eine mäßige Geld- und Getreideabgabe und den kirchlichen Zehnt leisten. Doch blieben die Siedler von Frondiensten frei und ihr Besitz war meist erblich. Eine wichtige Bedingung für die Besiedelung unserer Gegend war die Ertragfähigkeit des Bodens, besonders in fruchtbaren Niederungen und Flußauen, denn zu dieser Zeit düngte man noch nicht.
Die West-Ost-Wanderer stießen auf ihrem Weg ins Slawenland auf ein großes Hindernis - die Mulde. Das Durchschreiten des Flusses war nicht ungefährlich, deshalb drängten sich die Siedler an den Furten zusammen. Es gab lediglich drei Übergänge: Waldenburg, Penig und Rochlitz. Da es auch an der Kameniz -bedeutet so viel wie "Steinbach"- mindestens eine Furt gab, kamen viele Siedler zum Bergkloster, um Rodungsland von den Mönchen zu erhalten. Diese waren über den Zuzug sehr erfreut und förderten in der Folgezeit die Anlage von Klosterdörfer in der unmittelbaren Umgebung des Klosters.
Wie war es möglich, daß im 500 km entfernten Rheinland gezielt Siedler angeworben konnten? Für das Kloster Zschillen sind heute die dafür günstigen Bedingungen bekannt. Graf Dedo von Wettin als Stifter des Klosters und Gründer der romanischen Kirche im heutigen Wechselburg ließ seine verwandtschaftlichen Beziehungen spielen, denn der Erzbischof von Köln war Dedos Schwager, sein Sohn Philipp war Propst des Chorherrenstifts St.Viktor in Xanten. Beide hatten verstärkt in der Erzdiözese Köln geworben und auch große Erfolge erzielt.
Die Zahlung des Zehnten spornte die Benediktiner an, freies Siedlungsland durch Brandrodung zu schaffen. Die dabei anfallende Asche war für die neuen Ackerflächen eine erste natürliche Düngung. Im Zinsregister des Benediktinerklosters vom 6.Oktober 1216 sind folgende zinspflichtigen Klosterdörfer aufgeführt: Gablenz, Altchemnitz, Kappel, Altendorf, Klaffenbach, Adorf, Neukirchen, Stelzendorf und Abtsdorf. Erstmals wurde in dieser Urkunde Chemnitz als Stadt erwähnt (Kameniz oppidum).
Die Klöster der damaligen Zeit vermittelten die fortgeschrittensten Methoden der Landwirtschaft. Unter ihrer Anleitung setzte sich die Dreifelderwirtschaft mehr und mehr durch. Man erntete im ll.Jahrhundert bei Getreide das Fünf- bis Sechsfache der Aussaat. In schlechten Jahren war der Ertrag aber oft geringer. Da die Anbauflächen zunahmen, wuchs auch der Viehbestand. Die Ernteergebnisse waren im Durchschnitt sehr niedrig. Der Bauer war vollkommen von den Naturkräften abhängig. Mißernten, Hungersnöte und Epedemien traten in dieser Zeit häufig auf. Je nach der Qualität des Bodens war es entweder ein tiefes Aufpflügen mit einem schweren Radpflug, vor den man 6 bis 8 Ochsen spannte oder aber ein weniger tiefes Pflügen mit einem leichten Pflug, vor den man ein Paar Ochsen spannte. Der materielle Lebensstandard der Bevölkerung war sehr niedrig. Derbe Kost, schlechte Wohnungen, plumpe selbst gefertigte Möbel, bescheidene selbst gewebte Kleider und Holzschuhe waren für die Lebensweise sogar wohlhabender Bauern dieser Zeit charakteristisch. Von diesem Wenigen mußten die Bauern noch einen Teil dem Grundherren, also dem Bergkloster Kameniz abgeben. Sie bearbeiteten zwar den Boden, doch gehörte er ihnen nicht. Als Entgelt mußten sie Abgaben leisten. Diese wurden ursprünglich in Naturalien (Korn, Schweine, Hühner usw.), später mit Geld beglichen. Die steigende Anzahl der Frontage, die mit unentgeltlichen Diensten auf den Feldern des Klosters angefüllt waren, bedrückten in den folgenden drei Jahrhunderten seit der Besiedlung die Bauern mehr und mehr.
Das Meißner Land war nach dem Abschluß der Kolonisierung um 1300 mit 21 Einwohnern je Quadratkilometer mit einer wesentlich dichteren Dorfbevölkerung als um 1100 besetzt. Jetzt gab es auch Städte, die ein Fünftel der Bevölkerung Sachsens ausmachten. Um 1100 hatte der sorbische Bauer nur sich selbst zu ernähren, um 1230 aber mußten vier Bauern auch noch einen Stadtbewohner mit Nahrungsmitteln versorgen.
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Nachdem König Adolf von Nassau Meißen und die Lausitz als erledigtes Reichslehen eingezogen hatte, fiel er 1294 mit einer Heeresmacht in Thüringen ein und gelangte bis Borna und Frohburg. Seine Söldner machten sich der größten Untaten schuldig und verwüsteten das Land. 1295 fiel er ein zweites Mal in Thüringen ein und unterwarf in einem Winterfeldzug Teile der Mark Meißen. 1296 eroberte er die reiche Bergstadt Freiberg und besetzte die Mark Meißen. In der Markgrafschaft Meißen war damit die wettinische Herrschaft ausgeschaltet worden. Am 2.Juli 1298 fiel König Adolf in einer erbitterten Schlacht gegen seinen Widersacher, den Habsburger Albrecht von Österreich, Rudolfs I. Sohn. Er wurde als Albrecht I. (1298-1308) am 23.August 1298 zu Aachen gekrönt. Das Pleißnerland und andere Reichsgüter hatte er gegen 50.000 Mark Silber an den Böhmenkönig Wenzel verpfändet. Obwohl die vereinbarte Pfändung nicht vollzogen wurde, ernannte er den Böhmenkönig Wenzel zum Reichsstatthalter für das Pleißner- und das Osterland sowie Meißen. In der Urkunde vom 30.August 1298 bekundete die Stadt Chemnitz dem Böhmenkönig Wenzel die Treue. Hier wird zum ersten Mal ein Bürgermeister mit seinen Räten genannt. Das Bündnis zwischen den beiden Königen zerbrach bald und König Wenzel I. mußte das verpfändete Pleißner Land bereits nach 6 Jahren wieder herausgeben. Chemnitz war 1304 wieder Reichsstadt geworden.
Über zehn Jahre dauerten die Wirren, die durch das militärische und diplomatische Eingreifen der Zentralmacht entstanden waren. Am 31.Mai 1307 kam es bei Lucka nahe Altenburg zu einer für die Meißnischen siegreichen Schlacht, in der die königliche Streitmacht aufgerieben wurde. Damit war der letzte großangelegte Versuch des Königtums gescheitert, das wettinische Territorialfürstentum zu verdrängen. Aber erst mehrere Monate später gelangte der siegreiche Markgraf Friedrich I. der Freidige (1291-1323) wieder in den Besitz Freibergs. Nunmehr gestärkt, läßt er zum sich zum Beschützer der Stadt Chemnitz machen und stellt am 11.Juni 1308 einen dementsprechenden Schutzbrief für die Stadt aus. So geht seit 1308 unbemerkt Chemnitz für dauernd in die Hände der Wettiner über. Schon Kaiser Lothar hatte 1136 bei der Gründung des Bergklosters die Verwaltung der Gerichtsbarkeit des Klostergebietes dem wettinischen Markgrafen Konrad des Großen übertragen, was für die spätere Übernahme von Chemnitz durch die Wettiner als günstiges Omen gedeutet wurde.
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Das spätmittelalterliche Chemnitz war von einer 1.650 Meter langen Stadt-Ringmauer umgeben. Sie hatte einen Durch-messer von 500 m und umschloß eine Fläche von 19,8 ha.
Die Stadtbefestigung bestand aus fünf Teilen:
1. einer 5,70 Meter hohen Hauptmauer mit einem überdachten Wehrgang, 1,40 m - 1,70 m stark.
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1496 bis 1498 wurde am Hauptmarkt ein steinernes Rathaus gebaut, das später durch Ausbauten einen repräsentativen Ratssaal erhielt. Im Untergeschoß des Turmes befanden sich Ratswaage und Salzschrank. Daran schlossen sich Wohn-häuser an, die an der Marktseite mit Gewölben, den sogenannten Lauben, versehen wurden. Hier wurde zu den Markttagen Warenhandel getrieben. Um 1500 entstand auch in Steinbauweise das Gewandhaus. Es war als Mehrzweckbau Textil- und Getreidelager, Kauf-, Tanz- und wahrscheinlich auch Zeughaus. Zu diesem zentralen Gebäudekomplex gehörte auch noch die alte Lateinschule. Um den Markt herum und den in umgebenden Gassen standen viele Patrizierhäuser, die meist aus Stein errichtet waren. Hier wohnten u.a. die Familien Schütz und Neefe. Auch Georgius Agricola wohnte mit seiner Familie hier - im Kirchgäßlein bei St.Jakobi am Markt.
Die Liste der Grundsteuern, das sogenannte Geschoßbuch, hat ein halbes Jahrtausend überdauert. Je weiter vom Markt entfernt, wurden die Steuern immer weniger. Am billigsten wohnte man direkt neben der Stadtmauer. Die Häuser waren fast alle aus Holz und Lehm gebaut worden. Die Dächer bestanden aus Holzschindeln oder waren strohbedeckt. Aus diesem Grunde ist es nicht verwunderlich, daß es in der Stadt immer mal brannte. Um 1500 weist das Geschoßbuch 580 Gebäude aus; 349 lagen innerhalb der Mauer, 231 vor den Toren. Während der nächsten 100 Jahre stieg die Häuserzahl in der Stadt um elf Prozent, in den Vorstädten aber um 36 Prozent. Die Einwohnerzahlen von Chemnitz stiegen kontinuierlich:
Einwohner im Jahre: Quelle: Karl-Marx-Stadt - Geschichte der Stadt in Wort und Bild
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Da Chemnitz am Schnittpunkt von zwei Fernstraßen lag, waren diese mit dem Zentrum der Stadt und seinen vier Märkten: (Haupt-)Markt, Topf-, Holz- und Roßmarkt - durch Straßen und Gassen verbunden. Die Entstehung der Stadt war mit deren Aufstieg als Handelsstadt eng verbunden. Bereits 1143 verlieh Kaiser Konrad dem Kloster das Marktrecht als Fernhandelsmarkt. Das wurde auf die 25 Jahre später entstandene Stadt Chemnitz übertragen. Von großer Bedeutung für die Stadt war die Bannmeile, durch die unliebsame Konkurrenten aus der ländlichen Umgebung oder nahen Städten, wie Penig, Burgstädt oder Mittweida vom Handel in der Stadt ausgeschlossen wurden.
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Neben Georg Agricola waren Isaac Schaller und Johann Göbel die ersten studierten Stadtärzte gewesen, die sich urkundlich belegen lassen. Schon vor ihnen waren handwerksmäßig ausgebildete Wundärzte tätig, doch die medizinische Versorgung der Chemnitzer lag meist bei den Badern. In kommunalem Besitz befanden sich zwei Badestuben im Spitzgäßchen und in der Bachgasse. Der Bader leitete nicht nur das öffentliche Badehaus, sondern war der eigentlich Arzt in Chemnitz, obwohl dieser Beruf wie der des Schinders als "unehrenhaft" galt. Hier ließ man sich die Zähne ziehen, Geschwüre behandeln und gebrochene Knochen schienen. Besonders beliebt war als Allheilmittel gegen alle möglichen Krankheiten das Schröpfen, das heute noch angewendet wird. Sehr schmerzhaft und daher heute in Europa nicht mehr angewendet, war die Kauterisation, bei der ein glühendes Eisen auf eine Geschwulst oder die blutenden Ränder einer Wunde gesetzt wurde, um den Heilungsprozeß zu beschleunigen. Da es keine Nakose gab, mußte der Patient eine Flasche Branntwein trinken, so auch bei notwendigen Amputationen. Oft starb der Patient an Komplikationen und mangelnder Hygiene.
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Während sich in den Städten der Schwarze Tod sehr schnell ausbreitete, griff die Seuche auf dem Lande langsamer um sich. Aber auch in den Dörfern forderte sie unzählige Menschenleben. Das "große Sterben" begann erstmalig im Oktober 1347, als genuesische Schiffe von der Krim kommend in Messina anlegten. Sie hatten die Pest an Bord. Von Süditalien breitete sich die Pest sehr schnell in ganz Europa aus und wütete besonders in den großen Städten wie Venedig, Paris, London, Frankfurt/Main und Erfurt.
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Die Strafen, die im Mittelalter das Stadtgericht aussprach, waren in aller Regel von einer kaum vorstellbaren Grausamkeit. Das häufigste Vergehen, der Diebstahl, wurde durch das Abhacken der Hand bestraft. Im Sachsenspiegel, dem bedeutendsten Rechtsbuch aus dem 13.Jahrhundert, das sehr lange in Gebrauch war, stand sogar, daß Diebe gehängt werden sollten. Auspeitschungen und Verstümmelungen waren übliche Strafen; manche Missetäter wurden gebrandmarkt, wodurch ihre Schuld für jedermann sichtbar wurde. Kindesmörderinnen mußten damit rechnen, ertränkt zu werden. Man fesselte Arme und Beine der Verurteilten, steckte sie mit Kleintieren gemeinsam in einen Sack (daher Säcken genannt) und warf ihn von einer Brücke in einen Fluß oder einen See. Überführte "Hexen" und Ketzer pflegte man zu verbrennen, wobei es eine "Gnade" war, wenn man sie vorher erwürgte. Eine oft angewendete Strafe für Diebstahl und anderer Vergehen war das Schlitzen oder Abschneiden der Ohren. Der Stadtrichter leitete die öffentliche Verhandlung und die Gerichtsschreiber machten darüber Aufzeichnungen. Die Angeklagten waren meist ohne eine Verteidigung, das Urteil oft willkürlich. Wer nicht zum Tode verurteilt wurde, hatte großes Glück.
Im Mittelalter fanden die Hinrichtungen vor einer Menge von Schaulustigen statt. Mit gebundenen Händen führte man die Verurteilten zum Richtplatz, manchmal fuhren die Todeskandidaten auch in einem Schinderkarren zur Richtstätte. Während sich der Karren unter dem Johlen und Gröhlen der zahllosen Gaffer seinem Ziel näherte, wurde der Verbrecher oft mit glühenden Zangen und anderen Folterwerkzeugen gequält. Die Hinrichtungen glichen ungeachtet ihres Anlasses häufig Volksfesten. Fahrende Händler verkauften ihre Waren an die Zuschauer, die den Verurteilten beschimpften und verspotteten. War die Menge sehr aufgebracht, flogen Steine in Richtung des Missetäters. Verbrecher niederer Herkunft wurden meist erhängt. Die Hinrichtung mit der Axt blieb in der Regel Adligen vorbehalten, da sie als "ehrenvoller" galt.
Viele Geständnisse wurden mit der Folter erpreßt. Vor Beginn der eigentlichen Tortour zeigte man dem Angeklagten den Scharfrichter oder Folterknecht mit seinen Marter-werkzeugen. Oft gestanden die verängstigten Beschuldigten schon jetzt. Falls zu diesem Zeitpunkt noch kein Geständnis erfolgt war, entkleidete man die Angeklagten und rasierte sie am ganzen Körper. Danach hüllte man sie in einen Kittel und legte sie auf die Streckbank. Durch vorgetäuschte Schmerzensschreie aus Nachbarräumen versuchte man den Schrecken noch zu steigern, um so das verängstigte Opfer zum Geständnis zu veranlassen. Danach begann die eigentliche Marterung mit dem Anziehen der Daumen-schrauben, woran sich immer grausamere Foltermethoden anschlossen, die häufig zum vorzeitigen Tod der Angeklagten führten.
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Die Kupferhämmer, Saigerhütten und Schleifmühlen lagen nördlich und südlich der Stadtmauer sowie unterhalb des Kaßberges. Die Bleichen, Walken, Färbehäuser und Trockenanlagen der Bleichen lagen an der Chemnitz und am Kappelbach. Ihre Wasserkraft wurde auch von den Mahl- und Brettmühlen sowie für die Gerberwalke genutzt. Weiterhin gab es eine Ziegelei mit Lehmgrube, Trockenscheune und Kalkbrennerei sowie vier Steinbrüche. Rings um die Stadt verstreut lagen Äcker und Wiesen.
Vor dem Nikolaitor arbeiteten die Fleischer im Kuttelhof. Verkauft wurde auf Bänken hinter dem Rathaus. Auch die Bäcker hatten dort ihre Brotbänke. Viele Handwerker hatten ihre Werkstätten im eigenen Haus, später wurden die meisten Werkstätten angemietet.
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Am 14.Dezember 1357 erhielt die Stadt Chemnitz das Bleichprivileg, ausgestellt von den Markgrafen Friedrich und Balthasar in Dresden: Zwei Bürger aus Freiberg und jeweils einer aus Mittweida und Chemnitz erhielten das Recht zur Errichtung der Landesbleiche in Chemnitz. Diese war etwa 3 bis 4 ha groß und lag am Chemnitzufer, nördlich vor der Stadt von der sogenannten hohen Brücke bis zur Neumühle. Der Landesherr machte sich mit diesem Privileg zum Nutznießer dieses einträglichen Geschäftes. Das Bleichprivileg vom 14.Dezember 1357 und die Errichtung einer Landesbleiche gelten als die Geburtsurkunde der Chemnitzer Textilherstellung.
Als die Stadt am 29.September 1402 durch Kauf Land aus den umliegenden Klosterdörfern ihrem Territorium einverleibte, wurde damit für mehrere Jahrhunderte die Voraussetzungen für die Erweiterung der Bleichen gesichert. Am 30.Mai 1451 erläßt Kurfürst Friedrich II. eine Chemnitzer Bleichordnung. Man solle das Bleichgut rechtzeitig auflegen, damit man die wichtigsten Jahrmärkte nicht versäumt. So konnten erste Handelsverbindungen zu anderen deutschen und europäischen Ländern hergestellt werden. Die Ausfuhr von ungebleichter Leinwand, Garn, Flachs und Zwirn wurde vom Landesherrn künftig verboten. Damit erhielt Chemnitz eine Zentralstellung in der Textilproduktion und im Textilhandel in der Markgrafschaft. Die Standortbedingungen dafür waren günstig. Zur bessseren Auslastung und weitergehenden Investitionen in der Landesbleiche wurde zehn Jahre nach Erteilung des Bleichprivilegs eine Bleichgewerkschaft gebildet, organisiert nach bergbaulichem Vorbild. Nun teilten sich 32 Privilegierte den rasch steigenden Gewinn. Diese Entwicklung förderte die Leineweberzunft und den Leinwandhandel.
Das Zunftwesen entwickelte sich in der Stadt. 1345 waren es sechs Innungen und 50 Jahre später sogar sieben Innungen. Die Innung der Leineweber in Chemnitz entwickelte sich im Vergleich zu anderen sächsischen Städten besonders intensiv und nahm eine Spitzenstellung in der städtische Wirtschaft ein. Dabei wurde die Leinenherstellung in den umliegenden Dörfern mit einbezogen. Die "lanifices" (Wollweber/Tuchmacher) werden erstmals urkundlich um 1400 erwähnt. Es handelt sich hier um ein städtisches Gewerbe. Die Statuten von 1470 stärken die Position der Tuchmacher, während Schneider und Tuchhändler ihnen Konkurrenz boten. Ausdruck ihrer ökonomischen Stärke ist das zwischen 1498 und 1500 erbaute Gewandhaus. Die Innungen hatten Auseinandersetzungen mit dem Rat. Aktionen sind für die Jahre 1345, 1393 und 1414 bekannt. Sie richteten sich gegen Steuerpraxis und Kassenführung sowie für eine gerechtere Sitzverteilung im Rat. Ihr jahrzehntelanger Kampf für mehr Rechte in der Stadt war letztlich von Erfolg gekrönt. Sie erzwangen vier Ratssitze für die Handwerker und die Ernennung von Viertelsmeistern.
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In der Urkunde vom 30.8. 1298, in der die Stadt Chemnitz dem König Wenzel von Böhmen die Teue bekundet, wurde zum ersten Mal ein Bürgermeister mit seinen Räten genannt. Damit wurde verdeutlicht, daß an der Spitze der städtischen Bürgerschaft ein selbständig arbeitender Stadtrat stand. Es ist eine Huldigung an König Wenzel von Böhmen, den König Albrecht von Habsburg als Statthalter eingesetzt hatte. Die Urkundenaussteller bezeichnen sich als "Wir Konrad, Bürgermeister, Ratsherren und alle Bürger der Stadt in Chemnitz, dem heiligen römischen Reich unmittelbar zugehörend."
Die Stadt Chemnitz hatte in Verwaltung, Rechtsprechung und Verteidigung eine gewisse Selbständigkeit. Der feudale Charakter der gesellschaftlichen Verhältnisse blieb aber weiterhin bestehen. Die politische Oberhoheit des Stadtherren, also des Kaisers und seiner Ministralen sowie später der wettinischen Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige blieb aber für Chemnitz bis 1832 erhalten.
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Verlag für sächsische Regionalgeschichte
Lieferbare Bücher des Verlages:
Harald Weber: Aus der Geschichte von Chemnitz und Umgebung 1136 – 1871
Harald Weber: Kurze Geschichte Sachsens 1089-1871
J. Th.Pinther: Chronik der Stadt Chemnitz und Umgegend oder Chemnitz wie es war und wie es ist.
Harald Weber: Burgstädt - Aus alter und neuer Zeit - 1454 - 1993
Harald Weber: Militärgeschichte des Churfürstenthums Sachsen und Ihrer Königlichen Majestät in Pohlen 1613 - 1733
Harald Weber: Militärgeschichte des Churfürstenthums Sachsen 1733 - 1763 - Der Siebenjährige Krieg und die Sachsen
Vorwort
Die Besiedlung unserer Gegend
Vom Werden der Stadt Chemnitz
Chemnitz unter wettinischer Herrschaft
Vom Lebensalltag in Chemnitz zwischen 1450 und der Zeit Georg Agricolas
Das Aussehen der Stadt
Die Bebauung der Stadt
Das Markttreiben in Chemnitz
Heilkundige und Scharlatane
Der Schwarze Tod
Das Gerichtswesen
Die Arbeitswelt
Die Bleichen
Die Verwaltung der Stadt Chemnitz
Vom Bergbau
Reformation und Bauernkrieg in Chemnitz und seinem Umland
Der Schmalkaldische Krieg (1546 - 1547)
65 Jahre Frieden für Sachsen (1553 - 1618)
Der Dreißigjährige Krieg in Sachsen und Chemnitz
Nach dem großen Kriege
Die Zeit Augusts des Starken
Glanz, Kriege, Not Chemnitz im 18. Jahrhundert
Der Krieg ist verloren - Sachsen baut wieder auf
1790 - Wetterleuchten am Horizont
Sachsen wird Königreich
An der Seite Napoleons
Bis zum bitteren Ende
Sachsen wird 1815 ein politisch bedeutungsloser Staat
Restsachsen nach den Befreiungskriegen
Reform oder Restauration - Sachsen 1815 - 1827
Die Septemberunruhen 1830 in Chemnitz
Das Chemnitzer Bürgertum formuliert seine Forderungen
Sachsen erhielt 1831 seine erste Verfassung
Bauernbefreiung in Sachsen
Das Chemnitzer Schulwesen
Der Chemnitzer "Brotkrawall"
Chemnitz im Schicksalsjahr 1848
Chemnitz und der Dresdner Maiaufstand 1849
Chemnitz nach der gescheiterten Revolution
Die Industrielle Revolution erfaßt auch Chemnitz
Das "sächsische Manchester"
Chemnitz erhält den ersten Eisenbahnanschluß
Die Chemnitzer Arbeiter organisieren sich
Chemnitz als Garnisonstadt - die "Maxer"
Sachsen zwischen Österreich und Preußen
Die Chemnitzer Regimenter im Deutsch- Französischen Krieg 1870/1871
Ausblick
Literaturverzeichnis
Bildnachweis
Diplomlehrer Harald Weber
Juni 2000
Die Besiedlung unserer Gegend
Chemnitz unter wettinischer Herrschaft
Das Aussehen der Stadt
2. 5 - 14 m davor lag die 3,50 Meter hohe und ca. 85 cm starke Vor- oder Zwingermauer. Diese und die auf ihr angebauten Bastionen, auch Rondelle genannt, waren mit unzähligen Schießscharten versehen. Die vorspringenden Bastionen mit einer Mauerstärke von einem Meter dienten zur Vermeidung eines toten Winkels bei der Grabenverteidigung.
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Die Bebauung der Stadt
1466 3.455;
1474 3.523;
1501 4.400;
1530 4.318;
1551 5.616;
1557 5.402.
Das Markttreiben in Chemnitz
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Die Verwaltung der Stadt Chemnitz
Harald Weber
Hauptstraße 265a, 09249 Taura, Tel./Fax (03724) 854770
E-Mail: haraldweber@hotmail.de
ISBN 978-3-9805106-3-9
ISBN 978-3-9805106-0-8
ISBN 978-3-9805106-1-5
ISBN: 978-3-9805106-4-6
ISBN: 978-3-9805106-5-3
ISBN 978-6-6805106-6-2